AHR, RHEIN, EIFEL. Interessante Geschichte, herrliche Landschaften und gastfreundlichen Service – das bieten viele Landstriche in Deutschland. Die Frage ist: Was machen die Tourismusanbieter daraus? In der Region Ahr, Rhein, Eifel ist man sich der „Joker auf der Hand“ durchaus bewusst. Die Vielfalt der Landschaften sind bekannt: das vulkanisch geprägte Brohltal, der romantische Rhein zwischen Bad Breisig und Remagen, das liebliche Ahrtal mit seinen steilen Weinbergterrassen und die imposante Berglandschaft der Eifel. Wandern oder Radwandern entlang der Flüsse, durch die üppigen Wälder oder über felsige Höhen – Naturerlebnisse werden hier garantiert. Ausruhen und zurücklehnen können in der Region jedoch nur die Gäste. Die Freizeitanbieter dagegen lauschen den Bedürfnissen der Reisenden, entwickeln Angebote weiter und gehen neue Wege. Mit dem Ahr-Steig, der eine Länge von ca. 110 km haben wird, entsteht in der Region Ahr Rhein Eifel ein Qualitätswanderweg, auf dem der Wanderer die Ahr, ihr Tal und ihre Höhen von der Quelle in Blankenheim bis zur Mündung in den Rhein erleben kann. Der Ahr-Steig wird die beiden Premiumwanderwege Rheinsteig und Eifelsteig miteinander verbinden. Geplant ist die Eröffnung für das Frühjahr 2010.
Auch im Brohltal geht man neue Wege: Das Gebiet rund um dem Laacher See, wo vor 13.000 Jahren die letzten vulkanischen Aktivitäten stattfanden, und die Benediktiner-Abtei Maria Laach, deren Grundsteine 1093 unter dem Pfalzgrafen Heinrich II gelegt wurden, sind Besuchermagneten, auf die man schon lange stolz ist.
Der Vulkanpark Brohltal/Laacher See ist Teil des ersten Nationalen Geoparks Vulkanland Eifel. Thematisch aufgearbeitet werden den Besuchern auf 5 verschiedenen Georouten besondere Einblicke in die Erdgeschichte gegeben. Auf Längen zwischen 9 und 22 Kilometer streifen die markierten Rundwege die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Brohltals.
Kinder sind nicht immer für ausgiebige Wanderungen in der Natur zu begeistern. Familien werden daher auf eine Zeitreise geschickt: Verlassen sie den Vulkan und springen ins Mittelalter, so landen sie unweigerlich auf der Burg Olbrück. Atemberaubend der Blick von der Aussichtsplattform des Turms, spannend die Entdeckungen, die man auf dem Burggelände machen kann und interessant die Geschichten, die den Besuchern an verschiedenen Stationen erzählt werden – so ist man froh, diese Angebote seit der Wiedereröffnung in 2001 nutzen zu können.
Wer die Landschaft weder im Auto noch zu Fuß kennenlernen möchte, der kann sich in den historischen Vulkan-Expreß setzen. Die Schmalspureisenbahn verkehrt zwischen Brohl und Engeln und legt dabei auf 17,5 km fast 400 m Höhenunterschied zurück. An drei Stationen hat man die Möglichkeit, die Ausgangspunkte von Geo-Routen des Vulkanparks zu erreichen. Fahrräder werden kostenlos transportiert und bieten so dem Gast die Gelegenheit zwei Reisearten zu kombinieren.
Geht die Reise Richtung Norden, wählt der Feriengast den Rhein als Begleiter. Und seine Wahl ist gut – wild und imposant strömt der reißende Fluss durch das Tal und prägt die Landschaft. Den Blick immer auf das Wasser gerichtet kann man hier eine der zahlreichen Flussfahrten buchen und den Rheinufer- oder Rheinburgenweg begehen. Von der Höhe des Rheinburgenweges genießt der Wanderer einen spektakulären Ausblick auf das Siebengebirge. Wer jedoch glaubt mit Rheinromantik, Schiffschaukeln und Wanderlust wäre man hier mit den guten Nachrichten am Ende, der irrt. Altbewährtes hat Tradition und wird gepflegt – dem Neuen ist man jedoch gleichermaßen aufgeschlossen. Wen wundert es daher, wenn man immer häufiger auf Nordic Walker trifft, die mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht ihrem Sport nachgehen.
Denn was kann schöner sein als die drei Städte Bad Breisig, Remagen und Sinzig zu passieren, dabei eine traumhafte Landschaft mit dem Rhein als Weggefährten zu genießen und ganz nebenbei einen Halbmarathon von 21,1 km zu bewältigen. Der Parcours „Rheinmeile aktiv“ ist Teil des größten europäischen Nordic Fitness Parks, der sich in der Region Ahr, Rhein, Eifel als besonderer Besuchermagnet etabliert hat.
Wer sich verwöhnen lassen möchte, der bleibt in Bad Breisig und besucht die gepflegten Römer-Thermen mit ihrem mineralischen Heilwasser. Wer dagegen Kunst und Kultur zum Genuss braucht, der reist, z.B. auf dem Fahrrad, weiter nach Remagen. Die „Brücke von Remagen“ mit dem Friedensmuseum ist weltweit bekannt und seit Generationen werden hier viele amerikanische Gäste willkommen geheißen, die auf den Spuren ihrer Vorfahren wandeln.
Es lohnt sich den Blick noch einmal vom Rhein und den Schiffsflotten zu lösen – und zwar in Remagen-Rolandseck: Im Herbst 2004 wurde der Bahnhof Rolandseck als erster Teil des ARP MUSEUMs wiedereröffnet, in 2007 wurde das von Architekt Richard Meier entworfene Museumsprojekt fertiggestellt. Neben den Kunstwerken des Künstlerpaares Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp ist das Haus ein kultureller Treffpunkt internationaler Künstler und ein lebendiges Kunst- und Kulturzentrum.
Kaiser Friedrich I Barbarossa von Hohenstaufen muss sich am Rhein und im Besonderen in der kleinen Stadt Sinzig ebenfalls sehr wohlgefühlt haben, denn nicht umsonst hat er sich zwischen 1152 und 1180 diesen Ort auf der Frankfurt-Aachener Heerstraße als wichtige Station gewählt. Die ‚Barbarossastadt‘ stellt ihre Geschichte nicht nur in Führungen vor: Seit 2004 wird im September mit großem Erfolg der ‚Mittelalterliche Barbarossamarkt‘ veranstaltet. Hier wird gegaukelt, deftig gespeist, edler Branntwein verköstigt und gelegentlich das Schwert aus der Scheide gezogen und zum Schluss heißt es dann: „Hat’s gefallen schöne Maid und edler Ritter?“
Der Kurort Bad Bodendorf ist Stadtteil von Sinzig und gleichzeitig das „Tor zum Ahrtal“. Hier beginnt der Rotweinwanderweg, den der Gast auf 35 Kilometern bis Altenahr wandern kann. Unterbrechen sollte er seine Tour jedoch auf jeden Fall in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt hat es geschafft, die aufgrund der Verwaltungsreform 1969 erzwungene Verbindung der beiden Stadtteile zu ihrem Vorteil zu nutzen. Eine Symbiose aus Kur- und Weinort passt nicht? In Bad Neuenahr-Ahrweiler wird deutlich, dass es passt. Hier ergänzen sich zwei verschiedene Profile zu einer starken und spannenden Einheit.
Die Kassen kranken, Bad Neuenahr war früh gezwungen neue Wege zu gehen – mit Erfolg. Moderne Trends wurden erkannt und daraus neue Angebote entwickelt, wie zum Beispiel das Ahr-Resort welches die Ahr-Thermen, die Sinfonie der Sinne und das Medical Fitness-Studio unter einem Dach vereint.
Wer einmal nicht an seine Gesundheit denken will, der schlendert durch die gemütlichen Gassen des historischen Stadtteils Ahrweiler.
Nostalgisch und anmutig sprechen die Fachwerkhäuser die vorbeiziehenden Besucher an. Die Römer haben das Klima und die
Landschaft der Region scheinbar auch sehr geschätzt und sich hier häuslich niedergelassen. Zeugnis hiervon sind die Überreste eines
herrschaftlichen Wohnhauses, zu besichtigen im ‚Museum Roemervilla‘.
Ein Römer hat sicherlich auch den ersten Rebstock im Ahrtal gepflanzt. Was die Ahrwinzer daraus entwickelt haben ist das Ergebnis von Spitzenleistung und Dauereinsatz. Der Gast, der das Ahrtal zu Fuß, per Fahrrad oder Auto erkundet, wird staunend die felsigen Weinbergssteillagen betrachten und eine Idee davon bekommen, wie mühsam die Arbeit an der Rebe ist. Aber die Mühe lohnt sich: Wunderbare Weine können in jedem der beschaulichen Winzerorte verköstigt werden. Ob im Weinkeller, in einer urigen Straußwirtschaft oder einem gehobenen Restaurant – Gastfreundschaft wird hier groß geschrieben. Und wer sich hinterher noch traut, der flitzt in Altenahr den steilen Hang der Sommerrodelbahn hinunter – Gaudi garantiert.
Wem donnernde Motoren und quietschende Reifen zum Rausch der Geschwindigkeit dabei fehlen, der fährt besser noch ein Stück weiter. Durch die hügelige Landschaft der Eifel, vorbei an idyllischen Orten wie dem bezaubernden Städtchen Adenau führt der Weg direkt in die „Grüne Hölle“, zum weltberühmten Nürburgring. Großartige Rennfahrer feierten hier ihre Erfolge und allein der Blick auf die Grand Prix Strecke und deren Tribünen oder eine rasende Fahrt im Renn-Taxi über die Nordschleife lassen die Besucher die besondere Faszination „Rennzirkus“ spüren. Und wer glaubte bisher kein Freund des Motorsports gewesen zu sein, wird hier eines
besseren belehrt. Das sich zur Zeit im Bau befindliche Projekt „Nürburgring 2009“ verspricht Vergnügen für Groß & Klein: Indoor-Attraktionen auf 15.000 qm, eine Kartbahn oder der schnellste Race-Coaster der Welt sind nur einige der dort neu entstehenden Highlights.
Der aktive Sportler nähert sich dem Reiz des Rennsports auf eine ganz besondere Art. Er schwingt sich auf sein Mountain-Bike und rast auf der anspruchsvollen, 30 km langen, MTB-Strecke „Grüne Hölle“ rund um die Nordschleife.
Die Eifel ist nicht nur grün. Im Sommer blüht leuchtend der Ginster, das Eifelgold, und im Winter wird die Natur in weiß getaucht. Wintersport wurde rund um die ‚Hohe Acht‘, mit 747 Metern die höchste Erhebung, in diesem Jahr groß geschrieben. Die Freizeitaktivität Nummer 1 ist jedoch immer noch das Wandern. Die Tourismusakteure der Eifel pflegen die Qualität der Wanderregion und entwickeln Angebote weiter. Wanderwege werden z.B. durch Themenschwerpunkte zu Geschichtenerzählern: So wandert man nicht nur durch die rauschenden Wälder sondern bewegt sich „Auf den Spuren der Ordensritter“ oder „Auf den Spuren alter Mühlen“.
Spannung entsteht durch Gegensätze und davon gibt es in der Region Ahr, Rhein, Eifel reichlich: Natur pur und Motorsport, Vulkangetöse und Minnegesang, „Alte Römer“ und moderne Kunst, Kuranwendungen und Weingenuss. Die Freizeitanbieter in der Region sprechen jedoch schon längst nicht mehr von Kontrasten. Sie verstehen die Attraktionen als Gesamtes und können so mit Erfolg eine ansprechende und besondere Angebotsvielfalt präsentieren.
Nähere Informationen erhalten Sie bei der Ahr Rhein Eifel, Tourismus & Service GmbH, Klosterstraße 3-5, 53507 Marienthal, Tel.: 02641/9773-0 Fax: 02641/9773-73, , ahr-rhein-eifel.de.