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Spurensuche in der Hocheifel

In der Verbandsgemeinde Adenau wird einiges getan, um den Gästen der Region die schöne Hocheifel näher zu bringen.

So wurden unter anderem "Themenwanderwege" geschaffen, auf denen der Wanderer Interessantes über die Geschichte der Umgebung und die ursprüngliche Naturlandschaft erfahren kann.

Auf den Spuren der Ordensritter - Karte
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Auf den Spuren der Ordensritter
Diese spezielle Wanderroute bietet dem Wanderer auf einer landschaftlich herrlich gelegenen Route das Erlebnis einer Reise in die Vergangenheit.
Bester Startpunkt für die insgesamt 37 Kilometer umfassende zweitägige Wandertour ist in Adenau, an der Johanniter-Komturei, die ein bis heute erhaltener Bauteil des ehemaligen Herrenhofes der bereits 1162 in Adenau angesiedelten Johanniter-Ordensritter ist.
Von dort aus geht es zur fünf Kilometer entfernten Müllenwirft-Kapelle. Hier besaß die Ordenskommende Adenau seit 1588 ein Anwesen mit Hof und Mühle, zu dem auch die Wallfahrtskapelle gehörte.
Weitere vier Kilometer weit führt die Wanderung über die in Wirft gelegene 14-Nothelfer-Kapelle nach Kirmutscheid zur Katholischen Kirche "St. Johannes Baptist", in der schon im Jahre 1224 der Adenauer Johanniterorden wirkte.

Zur drei Kilometer entfernten Wallfahrtskirche St. Gertrud in Barweiler steigt der Wanderweg kontinuierlich an. Rund 145 Höhenmeter werden dabei bewältigt. Nach weiteren drei Kilometern ist das Ziel des ersten Wandertages, die St. Antoniuskapelle in Kottenborn erreicht. Dort bieten gemütliche Pensionen Übernachtungsmöglichkeiten.
Auf den Spuren der Ordensritter - Heimatmuseum
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Der zweite Wandertag beginnt mit einer Route, die vorbei am "Schwedenkreuz" an der Nordschleife des legendären Nürburgringes entlang führt. Stetig leicht bergauf erreicht der Wanderer nach etwa 6,3 Kilometern die Burganlage der Nürburg im gleichnamigen Ort. In den Jahren 1107 bis 1126 erbaut, diente Nürburg zunächst als Fluchtburg für den Herrenhof Adenau. Später wurde sie zur Ritterburg erweitert.
Von der Nürburg führt die Wanderung 8,5 Kilometer weiter zu dem mit 747 Höhenmetern höchsten Punkt der Eifel: der Hohen Acht. Der Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm bietet einen berauschenden Rundumblick auf die Eifellandschaft.

Der Abstieg von der Hohen Acht zurück nach Adenau führt zunächst an das 2,8 Kilometer entfernte "Müllers Kreuz" um dann den Wanderer nach weiteren 4,4 Kilometern an den Ausgangspunkt der Wanderung, die Adenauer Komturei, zurück zu bringen.
Dort sind neben der Komturei auch das Burghaus im historischen Stadtteil "Buttermarkt", die Katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer und das Heimatmuseum Adenau mit seiner Johanniter-/Malteserausstellung sehenswert.

Auf den Spuren der
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Auf den Spuren der "Grünen Hölle"
Eine dieser speziellen Wanderrouten nennt sich "Auf den Spuren der Grünen Hölle" und lässt den Wanderer die Baugeschichte des berühmten Nürburgringes entdecken. Sie zeigt die Entstehung der vulkanischen Hocheifellandschaft auf und führt ihn durch die einzigartige Flora und Fauna rund um die legendäre Nordschleife - der "Grünen Hölle".
Der Weg beginnt an der Nürburg, welche mit 676,5 m ü.NN die höchstgelegene Burg in Rheinland-Pfalz ist und auf einem aus schwarzem Basalt bestehenden alten Vulkanschlot erbaut wurde. Der 39 Meter hohe Bergfried bietet bei klarem Wetter einen fantastischen Rundblick über die Eifelhöhen und hinunter auf die "Grüne Hölle", die legendäre Nürburgring-Nordschleife, die sich kurvenreich durch die Wälder rund um die Burg windet.

Von der Nürburg aus geht es über die durch stauende Lehmschichten entstandenen Feuchtwiesen "In der Stroth", in deren nährstoffarmem Boden tausende Orchideen wachsen. Viele der vorkommenden Arten sind selten und zum Teil in Roten Listen für schutzwürdige Pflanzen aufgenommen.
Weiter führt die Wanderung, nahe an der Zufahrt zur Nürburgring-Nordschleife vorbei. Wer mag, kann hier ein wenig Ringatmosphäre schnuppern, denn es ist immer "etwas los" an der in den Jahren 1925 bis 1927 erbauten Rennstrecke, für deren Bau damals immerhin 184.693 m³ Fels- und 152.907 m³ Erdmassen in der Region bewegt wurden.

Als nächsten Punkt erreicht der Wanderer den "Vulkan Nürburg", einem als Kuppe herauspräparierten Tuffschlot, der einen schönen Ausblick in die Eifellandschaft bietet. Der etwa 30 Millionen Jahre alte Vulkan gehört zum tertiärzeitlichen Vulkanismus der Hocheifel, während dem die Erdoberfläche mehr als 100 Meter über dem heutigen Niveau lag.

Vorbei am Nürburger Skilift geht es über herrliche Wiesen, die eine ganz besondere Pflanzengemeinschaft beherbergen. Neben hunderten verschiedener bunter Kräuter wächst hier der seltene Goldhafer und im Juni bildet der Waldstorchschnabel ein Meer von lila Blüten.
Auf den Spuren der
Blick auf die Burgruine Nürburg  Interner Link zum Bild in Originalgröße
Auf der weiteren Wanderroute erreicht man durch schöne Eifelwälder den Steinbruch "Buchental". Hier wurden 1926 für den Bau des Nürburgrings große Mengen Gestein in Steinbrechanlagen zu Schotter verarbeitet und mit Loren zu den Baustellen transportiert. Fast 50 Kilometer lang war damals das Schienennetz, auf dem dampfbetriebene Lokomotiven diese Loren fortbewegten.

Die weitere Wegstrecke bietet herrliche Panoramablicke über die Höhen der Eifel zu den vulkanischen Bergkuppen "Hohe Acht", "Selberg" und "Nürburg", die zu den etwa 300 Vulkanen im Gebiet der Hocheifel zwischen Adenau und Ulmen gehören, deren Überreste erhalten sind. Ihre Aktivität liegt 48 bis 23 Millionen Jahre zurück.
Über die Glatthaferwiesen "Im Ertrisch", welche durch jahrhundertelange naturverträgliche Landwirtschaft zu einer unverwechselbaren Kulturlandschaft wurden, erreicht man den "Selberg", eine vulkanische Quellkuppe. Ihre Gesteinsschmelze erstarrte vor etwa 36 Millionen Jahren unter der Erdoberfläche und bildete sechseckige Säulen, sogenannten Benmoreit. Dieser fand früher unter anderem beim Bau von Häusern in Quiddelbach Verwendung.
Über den Ort Quiddelbach führt die Wanderroute bergauf wieder zurück zum Ausgangspunkt Nürburg.

Die Gesamtstrecke ist ca. 12,5 Kilometer lang, lässt sich aber auch hervorragend in zwei Teilrouten zu 5 Kilometer (Teilroute "Nürburg") und 7,5 Kilometer (Teilroute "Selberg") aufteilen und erwandern. Rund um diesen Themenwanderweg sind begleitend Hinweistafeln aufgestellt. Hier lassen sich interessante Informationen zu Entstehungsgeschichte, Flora und Fauna, oder aber der Baugeschichte des Nürburgrings entnehmen. Nach Abschluss der Wanderung "Auf den Spuren der Grünen Hölle" ist der Wanderer also nicht nur um ein erholsames Naturerlebnis, sondern auch um neues Wissen reicher.

Auf den Spuren Alter Mühlen - Karte
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Auf den Spuren alter Mühlen
Auf dieser Wanderroute kann der Wanderer auf einer landschaftlich wunderbaren Route die 15 zum Teil gut erhaltenen Mühlen des ehemaligen Kurkölnischen Amtes Nürburg entdecken.
Startpunkt für die insgesamt 68 Kilometer umfassende 3-Tages-Tour ist an der bereits 1851 erwähnten Exmühle in Adenau, welche in einer noch vorhandenen, alten Karte als "Eckartsmühle" bezeichnet wird. Der letzte Müller dort betrieb die Mühle mit schlächtigen Wasserrädern bis zum Jahre 1960.
Von der Exmühle führt die Wanderung zur 4,5 Kilometer entfernten Leimbacher Mühle. Bereits im Jahr 1216 wurde in Leimbach diese Getreidemühle genannt, deren letzter Müller 1980 verstarb. Noch heute wird sie jedoch weitergeführt.
Weiter führt die Wanderung an den 1,5 Kilometer entfernten Bierenbach, der unterhalb der Ortschaft Leimbach fließt. Dort liegt eine alte Öl- und Follmühle, die "Birnbachsmühle", die in den Unterlagen des ehemaligen Amtes Nürburg mit Pachtzahlungen für den Wasserlauf bereits im Jahre 1728 genannt wird.

Über 4,5 landschaftlich reizvolle Kilometer Wanderweg erreicht man die Hahnensteiner Mühle, welche als bedeutendste der Kurkölnischen Mühlen bereits 1556 in den Pachtunterlagen auftaucht. Das heutige Mühlengebäude wurde jedoch im Jahr 1729 erbaut. Der letzte Müller der Hahnensteiner Mühle verstarb 1984. Seither wird dort nur noch geschrotet.
Die Wanderung führt weiter in das 4,5 Kilometer entfernte Schuld, zu der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Schulder Mühle, die einst dem Kölner Domkapital angehörte.
3,5 Kilometer weiter liegt am Armutsbach die Daubiansmühle, die erstmals um 1600 in der Chronik der Burg Aremberg erwähnt wurde. Seit dem Jahr 1928 ist die ehemalige Getreidemühle in ein Gasthaus umfunktioniert.
Durch herrliche Eifelnatur führt die Wanderung 7 Kilometer weiter Richtung Hümmel zur Wennefelder Mühle, die 1878 mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern erbaut wurde. Bis 1953 war diese Mühle in Betrieb.

Von dort 2,5 Kilometer entfernt liegt die Hümmeler Mühle. Sie war ebenfalls mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern ausgestattet und wurde 1953 stillgelegt.
9 Kilometer weiter findet man in Eichenbach die "Dreisbachsmühle", gelegen am gleichnamigen Bach, die erstmals 1583 in Pachtakten genannt wurde. Die ursprünglich als Herzoglich Arenbergische Mühle bekannte Getreidemühle war noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb.
Auf den Spuren alter Mühlen - Hahnensteiner Mühle
Hahnensteiner Mühle  Interner Link zum Bild in Originalgröße
Weiter "Auf den Spuren alter Mühlen" kommt der Wanderer in das 5,5 Kilometer entfernte Antweiler, in dem sich gleich zwei alte Mühlen finden. Die Antweiler Mühle, ehemals im Herzoglich Arenbergischen Besitz, hatte ihren Ursprung im Jahr 1515. Im Jahre 1686 wurde die Getreidemühle mit zwei unterschlächtigen Wasserrädern erneuert, 1913 wurde das alte Gebäude durch einen Neubau ersetzt. Eine Turbine wurde eingebaut und dient bis heute der Stromerzeugung. Führungen sind nach telefonischer Voranmeldung möglich. Tel.: 02693/933239. Die zweite der Antweiler Mühlen ist die Antweiler Lohmühle "Auf Brogh", die zu einer Gerberei auf dem Anwesen der ehemaligen Herzoglich Arenbergischen Brauerei gehörte.

Über den Ort Rodder führt der Weg den Wanderer in das 8 Kilometer entfernte Wirft. Dort liegt die 1908 zum Getreidemahlen erstellte Dreimüllershof Mühle, die alle 10 Jahre - unter anderem um eine kleine Sägemühle - erweitert wurde. Sehr früh wurde die mit einem oberschlächtigen Wasserrad arbeitende Mühle mit einer Francis-Durchströmturbine ausgerüstet. 1967 wurde die Mühle geschlossen.
Über den Ort Barweiler windet sich die Wanderroute weitere 5 Kilometer bis zur Barweiler Mühle. 1811 als Ölmühe erbaut und 1855 zur Getreidemühle umfunktioniert, arbeitete diese Mühle mit einem oberschlächtigen Wasserrad.

Nächste Station ist die 2,5 Kilometer entfernte Kottenborner Mühle. Die im 18. Jahrhundert erbaute und in den alten Pachtbüchern erstmals 1728 erwähnte Mühle wurde 1954 stillgelegt.
Durch den Ort Kottenborn, vorbei an Wimbach erreicht man über 7,5 Kilometer Wanderwege mit herrlichen Ausblicken den Ort Quiddelbach. Die bereits 1728 erwähnte Mühle war bis 1935 in Betrieb. Bis 1940 erfolgte noch eine Nutzung für den Eigenbedarf der Besitzerfamilie, danach wurde die Mühle endgültig stillgelegt.
Von der Quiddelbacher Mühle aus geht es 3,5 Kilometer weit zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück, der Exmühle in Breidscheid.