Fahrradfreizeitroute Ahr Rhein Eifel
Quer durch die Region führt die 225 km zählende Fahrradfreizeitroute
Folgt man der Route, lernt man die Vielfalt und unterschiedlichen Gesichter der Region hervorragend kennen. Wilde, zerklüftete Eifelnatur wechselt mit bizarrer Felslandschaft des Ahrtals, mit Weinbergen und Wäldern, Feldern, Auen und Wiesen.
Brücke von Remagen
Als Brücke von Remagen kam sie Ende des Zweiten Weltkriegs zu Weltruhm. Heute stehen auf beiden Seiten des Rheins nur noch ihre Türme. Sie sind Zeugnisse grausamer Weltgeschichte, somit ein Mahnmal für den Frieden – und ein Höhepunkt der rund 225 Kilometer langen Fahrradfreizeitroute Ahr-Rhein-Eifel. Denn ein leichtes „Aufwärmen“ führt den Radwanderer nach dem Start auf dem Werksgelände der Firma Schauff in Remagen bereits in wenigen Minuten über die Südallee hinunter zum Friedensmuseum „Brücke von Remagen“ und auf den linksrheinischen Rheintal-Radweg.
Leicht und locker geht es dann ein Stück rheinaufwärts nach Kripp.
Hier heißt es fürs erste „Rheintal adè“ und stattdessen „Ahr, ich komme!“ Der malerische Fluss, der dem Rotweinparadies Deutschland den Namen gab, gibt ein kurzes Stück die Richtung an. Über Sinzig, dessen Wahrzeichen, die Pfarrkirche St. Peter, dem Zweiradfreund schon von weit her den Weg weist, wird das Kurgebiet in Bad Bodendorf angesteuert. Das Thermalfreibad und das rechts an den Tennisplätzen gelegene Tierfreigehege am Schwanenteich laden zu einer Pause ein.
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An den Fahrradsattel nunmehr gewöhnt, reizt nach Bad Bodendorf die erste leichte Bergetappe, die hinaus aus dem Tal führt. Mit langem Anlauf gilt es, die links-Ahr-ischen Höhen zu erreichen. Der Golfplatz „Köhlerhof“ und die kleinen Dörfer Kirchdaun und Bengen werden auf der Kreisstraße 39 durchrollt, schließlich der Sonderlandeplatz Bengener Heide erreicht.
Von hier aus bietet sich ein Abstecher nach Bad Neuenahr-Ahrweiler an, das in wenigen Minuten nach angenehmer „Talfahrt“ erreicht werden kann. Wie wär es mit einer längeren kulturellen Pause? Das Museum Roemervilla, das Stadtmuseum und das AhrWeinForum lohnen den Besuch. Körper und Geist finden auch in den Ahr-Thermen und dem Freizeitbad Twin Entspannung. Oder beim Spiel: Wer hat noch nicht von der Spielbank in Bad Neuenahr gehört?
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Die Fahrradfreizeitroute Ahr-Rhein-Eifel ihrerseits bleibt nach dem Flugplatz noch einige Kilometer im wahrsten Sinne des Wortes auf der Höhe. Die mit größter Sorgfalt ausgesuchte und übersichtlich ausgeschilderte Strecke führt über die Ortschaften Lantershofen, Esch, Kalenborn, Hilberath und Berg nach Freisheim. Nach einer wunderschönen Abfahrt erreichen Sie das Sahrbachtal, eines der schönsten Seitentäler der Ahr. Dem Bachlauf folgend schlängelt sich der Radweg nach Kirchsahr (in der ehemaligen Pfarrkirche des Ortes steht ein herrlicher Flügelaltar), Binzenbach und Burgsahr. Herrliche Eifelwälder, die sich an die Hänge schmiegen, und satte Wiesen in der Aue begleiten den Radtouristen weiter bis Kreuzberg. Auch hier lohnt sich der Griff oder Tritt in die Bremse: Hoch über dem Ort krönt eine wunderschöne Burg (leider nicht zu besichtigen) den steilen Felsen.
Apropos Felsen: Nur ein paar Umdrehungen der Zahnkränze Ihres Fahrrades entfernt liegt der Weinort Altenahr. Dort besteht die Möglichkeit zu einer Seilbahnfahrt. Ganz in der Nähe geht es noch schneller abwärts: Mit der Sommerrodelbahn nähe Kalenborn, eine Attraktion nicht nur für Kinder. Altenahr könnte auch Ihr Ausgangspunkt für eine längere „Rundtour de vins“ sein. Die malerischen Weinorte Mayschoß, Rech, Dernau, Walporzheim, Ahrweiler, Bachem und Heimersheim verwöhnen ihre Gäste gerne.
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Zurück zur Fahrradfreizeitroute: In Kreuzberg werden ein weiteres Mal „die Täler gewechselt“. Wieder im Ahrtal geht es an der Ortschaft Pützfeld vorbei nach Brück, Hönningen, Liers, Dümpelfeld, Insul und Schuld. Nach Schuld fügen Sie Ihrer Leistungsbilanz auf der Fahrt durch die engen Täler wieder einige Höhenmeter zu. Über Pitscheid, Heistert und Marthel klettert der Radwanderweg Wershofen entgegen. Der weite Blick über die hohen Berge entschädigt für jeden Tropfen Schweiß, den Sie verloren haben.
Ein wunderschönes Beispiel für den Einklang der Eifeldörfer mit der herben Landschaft liefert auch Ohlenhard, das als Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bereits preisgekrönt ist.
Kurz vor Lommersdorf wird Ihre Route „uralt“. Keine Angst! Sie müssen nicht um Rahmen und Reifen Ihres Rades fürchten. Doch schon die Römer zogen auf der Trasse jener Straße, der Sie ein kurzes Stück folgen, durch den Lommersdorfer Wald. Bald verlassen Sie allerdings wieder die Spuren der Südländer. Weitere Objekte Ihres persönlichen Eroberungsfeldzuges sind Aremberg, Müsch, Hoffeld, Kirmutscheid, Pomster, Barweiler und Adenau.
Spätestens hier in der Johanniterstadt mit ihrem Historischen Marktplatz, die nach der Restaurierung des Buttermarktviertels noch attraktiver geworden ist, wird seine Nähe spürbar. Denn nur wenige Kilometer liegt er noch entfernt, der legendäre Nürburgring.
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Der Ring, er ist die „Lebensader“ für die Region, eine „grüne Hölle“ für die Rennfahrer, die es immer wieder auf die Nordschleife, die längste und schwierigste Rennstrecke der Welt zieht. Nie hat sie ihren Reiz verloren.
Bereits von Breidscheid, das Sie von Adenau aus ansteuern, kann man die Nürburg sehen, um die sich die Rennstrecke windet. Ihr selbst nähern Sie sich über Quiddelbach oder Meuspath. Ganz dicht dran sind Sie dem „Ring“ auf dem Weg nach Döttingen.
Dann geht’s wieder abwärts und in wärmere Gefilde. Die verträumten Dörfer Herresbach, Siebenbach, Langenfeld und Arft liegen an Ihrem Weg, der Sie weit abseits jeglichen Verkehrs über Moorwiesen und Wabern nach Weibern führt.
Der Fahrt auf einer grünen Achterbahn gleicht dieses Streckenstück. Hinter jeder Kurve, nach jeder Kuppe überrascht eine neue Perspektive. Versteckt liegen malerische Höfe. Diese Häuser teilen sich den wenigen Platz, den ihnen die eng zusammengerückten Berge lassen. Ab Kempenich, das mit einem idyllisch gelegenen Freizeitzentrum aufwarten kann, wird die Landschaft wieder weiträumiger. In der Ferne wird bereits hin und wieder das Rheintal sichtbar. Diesem streben Sie allerdings nicht auf direkter Route zu. Zu reizvoll ist das Laacher See-Gebiet, um es rechts liegen zu lassen. Von Kempenich aus erreichen Sie über Engeln und Wehr das landschaftliche und kulturelle Kleinod mit seiner so bewegten, vulkanischen Geschichte.
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Die weltweit bekannte Benedikterabtei Maria Laach lenkt natürlich alle Blicke auf sich. Doch auch das Naturkundemuseum und der Geopfad, der die „heißen“ Kapitel im Buch der Erdgeschichte aufschlägt, lohnen den Besuch.
Die Umgebung des weltberühmten Klosters verlassen Sie wieder in Richtung Wassenach. Hinter dieser Ortschaft haben Sie die Qual der Wahl: Die Fahrradfreizeitroute Ahr-Rhein-Eifel bietet Ihnen auf dem letzten Stück zum Rhein zwei Alternativen an. Die etwas längere führt Sie ab Glees über Niederzissen, Waldorf und Oberbreisig nach Niederbreisig. Stationen des kürzeren Weges nach Bad Breisig sind die Klosterruine Buchholz, Burgbrohl, Niederlützingen und Brohl-Lützing. Ab Bad Breisig, zu dessen Ausflugszielen das Puppenmuseum, das Ikonenmuseum, der Märchenwald und die Römer-Thermen zählen, haben Sie wieder den linksrheinischen Radweg unter den Rädern, der Sie an Sinzig und Kripp vorbei nach Remagen und zum Ausgangspunkt der Tour, dem Firmengelände Schauff führt. Noch ein Tipp zum Schluss: Wie überall an der Fahrradfreizeitroute Ahr-Rhein-Eifel ist auch hier eine Service-Station der besonderen Art nicht weit: Gönnen Sie sich und Ihrem Körper doch eine Erfrischung im Freizeitbad in Remagen!
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