Bereits die Römer wussten die Ahr als Weinanbaugebiet zu schätzen, ließen sich gern zwischen Eifel und Rhein nieder und pflanzten seinerzeit die ersten Reben an. Heute gehört das bizarre Tal der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz zu den profiliertesten Rotweinanbaugebieten Deutschlands. Die Ahrwinzer stehen mit an der Spitze deutscher Weinerzeuger. Sie haben das kleine wild-romantische Tal im Norden von Rheinland-Pfalz zur Schatzkammer gemacht.
Unter der Philosophie "Von nix kütt nix", hat die Qualität der Weine, besonders des Spätburgunders oberstes Gebot. Das wissen auch international angesehene Weinfachleute, die schon mal gerne bei der Kombination von Tradition, Innovation, Experimentierfreude und daraus resultierenden Top-Weinen ins Schwärmen geraten.
Mit nur 558 Hektar bestockter Rebfläche kommt die Ahr gerade einmal auf Platz zehn der dreizehn deutschen Anbaugebiete. Auf insgesamt 480 ha, somit auf 86,1 % der Weinbergsflächen werden rote Rebsorten, auf 77 ha werden die Weißen angebaut. Die Königin der Reben, der Spätburgunder, nimmt mit 342 ha 61,4% der Gesamtrebfläche in Anspruch. Dem Portugieser werden 43 ha reserviert. Es folgen Frühburgunder (35 ha), Dornfelder (19 ha) und Regent (19 ha). Auf 22 Hektar werden andere rote Rebsorten angebaut. Die Weißweine spielen eine untergeordnete Rolle, wenngleich bemerkenswerte Qualitäten hervorgebracht werden. Der Riesling nimmt mit 43 ha Rebfläche Anspruch, Müller-Thurgau (15 ha) Weißer Burgunder (8 ha) und sonstige Weißweinsorten 11 Hektar.
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