Museen
Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Arp-Museum
Bahnhof, Bergwerk, Burg - das sind die drei großen "B" des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.
Vor der eindrucksvollen Kulisse des Siebengebirges bilden der alte klassizistische Künstlerbahnhof aus dem Jahre 1856 und der Neubau des New Yorker Architekten Richard Meier eine facettenreiche Architektur mit spannenden Ein- und Ausblicken in die Natur und in die Kunst von Hans Arp, dem großen Dadaisten und Surrealisten an der Seite von Max Ernst und anderen.
Schon im 19. Jahrhundert war der alte Bahnhof Schauplatz wichtiger kultureller Ereignisse. Königin Viktoria von England, Kaiser Wilhelm II., die Gebrüder Grimm und Friedrich Nietzsche - sie alle kehrten hier ein und ließen sich von der Landschaftskulisse inspirieren zu Gedichten, Liedern und Märchen. Johannes Brahms, Clara Schumann und Franz Liszt gaben hier Konzerte. Und der junge Dichter Apollinaire verliebte sich sogar stürmisch. Fast drohte dem Baudenkmal des Eisenbahnzeitalters nach dem II. Weltkrieg der Abriss, wenn nicht 1964 der Bonner Galerist Johannes Wasmuth das verfallene Gebäude entdeckt hätte. Mit großem Engagement erweckte er den Bahnhof wieder zum Leben. Aus dem alten Kaiserbahnhof wurde ein Künstlerbahnhof, in dem sich alle Künste trafen. Musiker wie Martha Argerich, Stefan Askenase oder die Menuhins, bildende Künstler wie Hans Arp, Oskar Kokoschka oder Günther Uecker, Schriftsteller und Dichter wie Martin Walser, darstellende Künstler wie Marcel Marceau und Clown Dimitri standen im Zentrum spannender Aufführungen und Feste.
1973 gründete das Land Rheinland-Pfalz die "Stiftung Bahnhof Rolandseck", die das Bahnhofsgebäude erwarb, die finanziellen Lasten für den Unterhalt und den Betrieb der Kultureinrichtung übernahm und damit die Zukunft des Bahnhofs auf ein solides Fundament stellte.
Dem alten Bahnhof schließt sich der seit 2007 fertig gestellte Neubau des weltberühmten New Yorker Architekten Richard Meier an. Burgartig erhebt er sich auf den Felsen hinter dem alten Bahnhof. Man erreicht ihn über mehrere Tunnelanlagen, die sich in den Berg hineinwinden, um dann den Besucher über einen 40m hohen Aufzugsschacht in die licht durchfluteten Räume zu transportieren.
Hier wird nun das Werk von Hans Arp und seiner Frau Sophie Taeuber-Arp dauerhaft gezeigt. Und es tritt in einen spannenden Dialog mit der Künstlergeneration nach 1945: Michael Craig-Martin, Barbara Trautmann, Yvonne Fehling und Jennie Peitz haben sich und ihre Werke hier versammelt, um von der Bedeutung Arps für unsere Zeit, unsere Kunst und unsere Künstler zu erzählen.
Das vollständige Programm des Arp Museums steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.
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Dokumentationsstätte Regierungsbunker
Eine kurvige Wegstrecke führt mitten durch die Weinberge oberhalb von Ahrweiler, an deren Ende man bis vor ein paar Monaten in einer Hanglage eine Eisentür ohne jegliche Markierung oder Kennzeichnung vorfand. Hinter dieser rätselhaften Tür befand sich der ehemals geheimste Ort der Bundesrepublik Deutschland: der gewaltige Regierungsbunker im Ahrtal war das versteckteste Bauwerk in der Geschichte der BRD und bot nicht nur den Bewohnern im Ahrtal über Jahrzehnte hinweg Anlass zu wilden Spekulationen. „Gasthaus zum letzten Stündchen“ war dabei nur eine der vielen Bezeichnungen, in denen die Bürger ihre Mutmaßungen äußerten über das, was dort im Geheimen im Weinberg schlummerte und was sich da im Verborgenen abspielte.
Bereits zum Ende des Kalten Krieges wurde das Geheimnis allmählich gelüftet, aber jetzt ist die Anlage auch für die Öffentlichkeit als „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“ mit original Ausstattungs- und Einrichtungsgegenständen sowie anschaulichen Dokumentationen und Ausstellungen zugänglich.
An kaum einem Bauwerk in Deutschland, abgesehen von den Überresten der Berliner Mauer, lässt sich der historische Prozess vom Kalten Krieg zum politisch geeinten Europa besser demonstrieren als an diesem Bauwerk unter dem bekannten Rotweinwanderweg.
Das Museum wurde im Stadtteil Ahrweiler, Am Silberberg, errichtet. Spannend ist hier auch der Kontrast der idyllischen Atmosphäre des Ahrtals außerhalb des Bunkers, an dem der Rotweinwanderweg vorbeiführt, gegenüber den Impressionen im Museum.
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Heimat- und Zunftmuseum
Heimat- und Zunftmuseum Adenau
Derjenige, der vor 150 Jahren den Kirchplatz in Adenau überquerte, vernahm schon von weitem das eindringliche Gehämmer des Nagelschmiedes, der mit seiner vielköpfigen Familie in dem kleinen Fachwerkhaus am Markt lebte und arbeitete. In den Kellerräumen befand sich eine Werkstatt, und hier wurden in vorindustrieller Zeit Nägel in allen Größen und zu vielerlei Zwecken hergestellt. Nicht nur die Lederschuhe - eine Kostbarkeit in früheren Tagen - mussten mit Nägeln beschlagen werden, damit sie ein leben lang hielten, auch Hufnägel und Nägel für das Baugewerbe wurden in mühevoller Arbeit von Hand gefertigt.
Dort, wo der letzte Adenauer Nagelschmied bis 1912 seiner Arbeit nachging, befindet sich heute das Adenauer "Heimat- und Zunftmuseum". Neben der volleingerichteten Nagelschmiede präsentiert das Museum Gegenstände und Werkzeuge der verschiedenen Adenauer Handwerke. Die Werkstätten des Stellmachers, Sattlers, Schuhmachers, Gerbers, Schreiners, des tuchverarbeitenden Gewerbes und anderer Handwerksgruppen gewähren Einblicke in die einzelnen Arbeitsvorgänge und konfrontieren den Besucher mit der körperlich anstrengenden Arbeit unserer Vorfahren.
Bemerkens- und bewundernswert sind bei allen dargestellten Handwerken die mit einfachsten Produktionsmitteln erzielten Ergebnisse.
Ein kleiner Raum des Adenauer Heimatmuseums ist den Künstlern gewidmet, die im Laufe der Zeit in und um Adenau tätig waren.
Im Nebengebäude zeigt das Heimat- und Zunftmuseum eine Dauerausstellung über das Wirken des Johanniter- und Malteserordens in Adenau und der Region sowie dessen Entstehungsgeschichte.
Besonderheiten: Alle zwei Jahre finden Anfang Juli die "Adenauer Zunfttage" mit einer Demonstration traditioneller Handwerke statt.
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Die Sammlung des Sinziger Heimatmuseums, die in dem von Vincenz Statz in den Jahren 1854-1858 errichteten Schloss zu besichtigen ist, bietet dem Besucher einen Querschnitt heimischer Kulturgeschichte. Neben vor- und frühgeschichtlichen Funden (u.a. Überreste eines Mammuts) präsentiert das Museum interessante Fundstücke römischen Ursprungs, war doch Sinzig ("Sentiacum") im 1. Jahrhundert n. Chr. für seine großen Ziegeleibetriebe bekannt. Aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. sind "terra sigillata", rotglänzendes römisches Tafelgeschirr, erhalten, das hier in Sinzig hergestellt wurde. Einen Eindruck vom Aussehen Sinzigs zu Beginn der Neuzeit vermittelt sehr anschaulich ein detailliert ausgearbeitetes Stadtmodell.
Die dritte Abteilung des Museums beherbergt den Nachlass des Philipp Niederée. Zu den Kostbarkeiten der Sammlung zählen neben einer umfangreichen Gemäldesammlung von Künstlern der Düsseldorfer Akademie, antike Möbel, Bücher des 16. bis 18. Jahrhunderts und eine Sammlung religiöser Holzplastiken.
Besonders lohnenswert ist der Besuch des Museums wegen der Bilder und Zeichnungen des Linzer Künstlers Johann Martin Niederées (1830-1853).
Öffnungszeiten:
Donnerstag 10-12 Uhr
Samstag und Sonntag 14-17 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung
Eintritt frei
Turnusführungen:
An jedem 1. Samstag im Monat bietet der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums Sinzig e.V. kostenlose Führungen an.
Beginn: 14:30 Uhr
museum-sinzig.de
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